Nun.. Hilfe in welcher Form auch immer ist ein wirklich schmaler Grad!

Der beeindruckendste Vorfall war wohl die damalige Hilfe für Afrika in form von Reissäcken und anderen Lebensmitteln. Hier muß man wohl sicher unterscheiden zwischen Ersthilfe, Zweithilfe und Nachsorge.

Natürlich muß einem Unfallopfer geholfen werden, da nützt es nichts zu sagen: Komm, steh auf und helf dir selbst, wenn das Opfer es nicht mehr kann. Es nützt auch nichts einer alten Omi zu sagen, das sie doch ihren Garten bewirtschaften könnte um an Lebensmitteln heranzukommen. Da ist es doch klar, das man Hilfe in der Form geben muß, doch wer muß sie eigentlich leisten in diesem Fall? Einer? Oder die Sammelkasse für Hilfestellung? Wenn aber die Oma, viel Zeit dafür aufgewendet hat, ihr Leben so in den Ruin zu treiben. Wenn sie lieber in die Flasche geguckt hat als Kartoffeln zu schälen, oder wenn die Omi schon ihr ganzes Leben dafür verwendet hat auf andere angewiesen zu sein.. ja dann..in wie weit kann man denn da helfen? Ist dies nicht ein Fass ohne Boden? Ich weiß das Beispiel mit der Omi ist gemein… leider ist der Staat an der Altersarmut überhaupt nicht unschuldig und die Sammelkasse wird von den Waffenliferanten geplündert… Doch viele… vor allem Omis udn Opis.. haben ganz viel getan und bekommen jetzt nichts zurück vom Götterstaat.

Ebenso mit den Afrikanern.. die zu Bettlern gemacht wurden und abhängig wurden von den Lebensmittelspenden, obwohl man sie doch vorher beraubte, so das es erst zu deisen Zuständen kommen konnte! Erst später kam der Begriff  ” Hilfe zur Selbsthilfe” auf, und ist auch für mich zum Inbegriff an idealer Hilfeleistung geworden.. wenn es nicht die Ersthilfe oder Hilfe für Leute betrifft die sich selbst nicht mehr helfen können. ansonsten ist das eine ganz wunderbare art Hilfe zu leisten.. vor allem wird man selbst als Hilfeleistender nicht ausgebeutet und dem Hilfesuchenden wird eine Möglichkeit eröffnet…

Manchmal ist eine Hilfeleistung auch eine einfache Geste wie zum Beispiel ein Arschtritt in den Allerwertesten… verbal gemeint natürlich. Ich selbst habe alle Möglichkeiten von Hilfestellungen durchgespielt und bin zu dem Fazit gekommen.. das Hilfe auch sehr oft das Gegenteil bewirkt..

-Es gibt z.B. ungefragte Hilfe.. jemand drängt sich auf und will doch eigentich den anderen durch seine Hilfe nur verändern.. erziehen wohlmöglich oder positiver ihm etwas gutes tun.. oder sich gut fühlen… doch das mit dem guten tun  oder gut fühlen geht meist nach hinten los. Mit Hilfeleistungen derart, entstehen häuftig Abhängigkeiten von dem weder der Hilfeleistende noch der Hilfesuchende oder nichtsuchende etwas hat außer.. unfreiheit und stress und Wertlosigkeit vs. Wertigkeit.

 

-Es gibt dieses notorisch Hilfesuchenden.. in geistiger Form wie auch in materieller Form. Dieser Hilfesuchende ist grob gesagt ein Bettler der es nie geschafft hat sich selbst zu helfen. Jede Art von Hilfe wird zum Fass ohne Boden. Und für den Hilfesuchenden immer  eine Aktion mit Sicherheitsnetz, ohne das er nicht mehr agieren kann.

-Warum hat er es nie geschafft sich selbst zu helfen, obwohl alle Möglichkeiten dafür da sind oder waren? Was hat ihn davon abgehalten? Angst? Wohlmöglich ein zertrümmerter Selbstwert… ja der Selbstwert ist wichtig um nicht ein Bettler zu werden. Wenn man sich also  als wertlos betrachtet, sich noch nicht mal selbst helfen will.. wie sollen dann andere  überhaupt helfen.. sinnvoll helfen?

Habe schon einige Freundschaften kaputt gemacht durch solcherlei Hilfen.. aufgedrängt oder erbettelte Hilfen.. immer kam das gleiche dabei heraus.. Ich bin als Geldeintreiber zum Feind geworden.. der andere ein Bettler und auf der Flucht … wertlos.. und ich auch.. denn was für einen Wert hat man wenn man nur der Geldgeber/Geldeintreiber ist und nicht mehr?

Also das ganz klar in dieser Form nicht mehr!

 

Ebenfalls kenn ich auch die andere Seite…

Mein Vater versprach mir, mir geldlich zu helfen. Ich wollte mich selbständig machen und raus aus meinem Job. 12 Jahre hatte ich den Job gemacht und quälte mich täglich zur Arbeit. Nun mein Fehler ich hätte ja auch aufhören können und mir mit Fleiß und Arbeit einen anderen Weg erarbeiten können. Ich betrachtete aber die Zusage wie einen 6er im Lotto und gab schon mal gleich meinen Job auf, weil ich ihn nicht mehr ertrug und nun erst mal das Leben geniessen wollte.. eine Pause einlegen.. danach würde ich mich ja selbständig machen. Nun wartete ich auf die versprochene Hilfe, Geld kommt ja.. warten reicht.. ebenfalls das zermürbende ewige: “Du erbst ja”, immer im Hinterkopf, das meine Ideale von mir und der Weltanschauung ständig zermarterte und mir meine selbsterschaffene Zukunft raubte.. denn auch ich bin ein Mensch mit allen Stärken und Schwächen positven und negativen Seiten.

An diese Hilfe war aber etwas verknüpft.. sie war nicht selbstlos. Um diese schon versprochene Hilfe zu bekommen, sollte ich also “Guttochter” mimen, was ich nicht konnte. So wartete und wartete ich auf das Geld aber es kam nicht.. erst nach zwei Jahren, nachdem ich schon lange nicht mehr meine Miete bezahlen konnte, und mich nur noch mit Gelegenheitsjobs über Wasser hielt, keine Sozi beantragen konnte, da mein Vater ja vermögend war und sie es laut seinen Aussagen von ihm wiedergeholt hätten.. nach zwei Jahren also kam das Geld.. aber nicht das versprochene Geld, sondern abzüglich, Mietschulden und was ihm noch so alles einfiel.. es kam also nur ein drittel von dem was mein Vater versprochen hat. Mein Selbstwert war so weit unter dem Teppich, das ich micht nicht in der Lage sah mir selbst zu helfen.. oder geschweige denn die Kraft dazu hatte mit diesem Bruchteil etwas eigenes aufzubauen.. was machte ich also mit dem Geld? Ich warf es aus den Fenster.. Aus dem zweijährigem Mangel heraus, verprasste ich alles in nur einem halben Jahr und war wieder da wo ich vorher war.. nein nicht ganz… diesmal sank ich sogar noch tiefer unter dem zermürbten Selbstwert.. Nicht nur das ich mir keinen Wert mehr gab.. nein auch mein Vater gab mir nun überhaupt keinen Wert mehr außer den Wert eines Bettlers. Das er aber Mitverrusacher dieser Situation war, erkannte weder er noch ich zu dieser Zeit. Erst so weit auf den Boden der Tatsachen angekommen.. “Ich bin also wirklich nichts wert, und arm wie eine Kirchenmaus” kam mir meine Mutter zur Hilfe und ich bekam einen kleinen Job der mich langsam wieder aufbaute.. mir wieder einen Wert gab.. ich konnte mein Geld.. (wenn auch wenig) verdienen .. auch wenn ich selbst das wenige  Geld am Anfang nicht wert war.. Aus dieser Wertlosschleife herauszukommen dauert wirklich lange und erfordert viel Arbeit an mir selbst und ebenfalls jemanden, der Hilfe zur Selbsthilfe geben konnte.

Hier empfehle ich immer gern die Lektüre von George Orwell: “Keep the Aspidistra Flying” oder falsch übersetzt: “Die Wonnen der Aspidistra”

Da ich immer schon in dem Mangel der Wertigkeit steckte.. also von Kindauf an, entstand daraus leicht ein Wahn.. nämlich alles selbst machen zu wollen. Sich selbst ebenfalls den Wert zu erarbeiten. Es hat mich zu echten Macherqualitäten geführt.. somit hier auch wieder der Vorteil.. doch auch in dem Machertum, steckt die Selbstsabotage der Wertlosigkeit.. fortan war ich halt nur etwas Wert, wenn ich etwas machte! Ich war im Gegenteil also nichts wert wenn ich einfach nur da war, und meinen Gedanken nachging… und das traf natürlich auch auf andere zu… ab so fort waren reine Macher für mich von Wert und Nichtmacher ohne Wert. Doch auch hier lauert das Schwarz/Weiß.. man muß es immer im ganzen sehen.. immer und immer individuell.. wenn ich also sage ich leiste keine Hilfe mehr für Personen die sich selber helfen könnten. So muß ich mich doch erst mal davon überzeugen, ob sie sich selber helfen können oder nicht… und wenn wird diese Hilfe nicht in einem Geldbetrag ausarten sondern in einer zeitlichen Hilfe.. ich helfe mit meiner Zeit, meinen Erfahrungen und wenn es hoch kommt noch mit Lebensmitteln .. Das ist aber auch das höchste an “materieller” Hilfe die ich noch geben möchte, inkl. wenn nötig gibt es von mir auch umsonst einen verbalen Arschtritt … Hilfe zur Selbsthilfe ;D

Es muß aber zwingend für mich, die Hilfe zur Selbsthilfe sein.. Für Ersthilfe in Form von geldlichen Mitteln.. da bin ich der falsche Ansprechpartner.. bitte an die Sammelstelle wenden!

Das wollte ich noch mal, falls jemand wirklich bis hier hin gelesen hat zum Ausdruck bringen.

 

LG, Meta

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Aussteiger angehend, Eigenbrödler, Weltverwandeler, Naturanbeter, fast Alleskönner.

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