Kunst, Künstler oder Produkt und Produkthersteller?
Ich bin mir da noch nicht sicher in der Frage ob Kunst wirklich verkäuflich sein darf um noch Kunst zu sein oder nicht eher nur ein Auftragsprodukt? Wer stellt denn diese Frage?
Na ich selbst.. sehr oft! Ich bin aber noch zu keinem Fazit gekommen. Evtl. trägt hier jemand seine Gedanken dazu bei..?

Man kann Kunst auch erweitern auf z.B. die Kunst des Heilens u.s.w.. wie man will.. es sind alles Künste oder doch nur Produkte? Was ist die wahre Kunst? Für mich ist es schon mal eine Abwesenheit von Gedanken wie: „ wen wird es erreichen? Werde ich Erfolg damit haben? Werde ich davon leben können?“ Der Ausspruch „Brotlose Kunst“… passt hier m.E. sehr gut. Kunst ist für mich Inspiration! Inspiriert werden und Inspiration geben. Es hat vom Wesen her nichts mit Produktivität zu tun, wie auch nicht mit Unproduktivität. Gern sagt man, man muß doch zumindest die aufgewendeten Mittel geldlich wieder bekommen! Ist das so? Oder Energieausgleich?! Ist das so? Muß man von Kunst leben können wo doch alles Künste sein können? In wie weit unterscheidet sich Kunst von dem normalen Job?

Ich denke schon das man die Vorteile in der Kunst unterschätzt! Die Freiheit die sie einem gibt ist ebenfalls unbezahlbar.. ebenfalls das was nach Inspiration, Kreativität und Schaffen dabei herausgekommen ist.. ob nun rein geistig oder materiell. Kunst kann auch ein Lernprozess sein, eine geistige Erweiterung. Da wir aber teilweise gezwungen sind auch mit Kunst Geld zu machen, nicht den Luxus zu haben einfach mal so Kunst zu machen, wird die Kunst zum käuflichen Produkt degradiert und dazu noch gerechtfertigt… Ihr merkt schon.. nein für mich darf Kunst nichts kosten noch Brot verlangen oder überhaupt etwas verlangen, z.B. Gehör. Das grenzt alles die wahre Kraft der Kunst ein und macht sie zu etwas beschmutzten.. unreinen.. nimmt ihr die Kraft. Kunst zu machen, ist ein Luxus in heutiger Zeit. In der Zeit in der man Kunst macht, kann man auch Geld verdienen durch unproduktive oder produktive Arbeit. Oder man könnte sich Selbstversorgen, sein Haus bauen oder Sport treiben.. Steuer machen, sich mit Freunden treffen.. Einiges kostet Geld, einiges bringt Geld ein, anderes hat nichts mit Geld zu tun, wie zum Beispiel Freunde, die doch auch kostenlos Freund sein sollten..
Freundschaft ist hier vielleicht ein wichtiger Bezug zur Kunst. Freundschaft inspiriert und ist völlig kostenlos im besten Fall.. doch sobald man sich eine Freundschaft oder einen Geliebten oder eine Liebe halten muß, hat es doch nichts mehr mit der ursprünglichen Quelle zu tun… und seht ihr, genau da fängt es an für mich unecht zu werden.. ob nun in der Freundschaft, Liebe oder Kunst.
Ich kann Kunst, Freundschaft, Liebe honorieren, durch Geschenke.. und wenn ich einfallslos bin auch durch Geld.. ich kann es unterstützen durch meine Tatkraft und meine Zeit. Durch eine Spende die aus dem Herzen kommt… aber vergüten kann ich weder Freundschaft, Liebe noch Kunst.. denn alles ist unbezahlbar und besteht aus rein geisitgen Quellen im Ansatz. Wie nun also den Mittelweg finden um z.B. kosten- oder zeitintensive Kunst zu „betreiben“… ? Betreiben? Auszuüben ist vielleicht besser.. den Betreiben ist ein betrieblicher Begriff.. Firma, Produkt… hat nichts mit Kunst zu tun.. wie nun also dies alles auseinanderhalten und vor allem davon existieren können? Sollte Kunst wirklich für unseren Broterwerb da sein? Oder sollte sie uns nur geistig bereichern?
Wenn ich also mit meiner Kunst Geld verdienen will, und dafür Zeit und Inventar als Kosten aufbringe. Wenn ich davon leben muß.. ja bitte.. dann ist das völlig ok.. aber dann ist es für mich keine Kunst mehr. Paradiesisch wäre es wohl, brauchte jeder nicht so viel Zeit dafür seinen Lebensunterhalt zu verdienen und könnte sich frei von diesen Dingen auch eine Zeit des Tages der Kunst widmen. In jeder Kultur, war Kunst nicht nur den Künstlern vorbehalten. Kunst wurde von jedem vollbracht.. wahre Kunst! Es gab verschiedene Zeiten im Jahr der Produktivität.. eine Zeit der Vorbereitung, der Pflege und der Ernte und Verarbeitung. Dies ist alles schwere Arbeit, aber sie belohnt einen mit dem selbstverdienten Lebensunterhalt und einem starkem Rückrad! Dann gab es eine Zeit der Stille.. und in dieser Zeit wurde Kunst gemacht.. von Jedermann und Frau und Kind. Wann ist das pervertiert zu diesem Stargehabe? Schon zu Zeiten der Barden nehme ich an. Es wurde extrahiert. Der Barde der sich die Kunst auf die Fahne schrieb, schon damals einer der Kunst mit produktiver Arbeit verband. Dem König gefallend oder dem Volke gefallend.. sein Brot verdiente er durch seine Musik.. doch ist das wahre Kunst gewesen? Im Grunde spezialisierte sich der Barde wie der Schmied und schaffte einen Beruf.. doch Kunst? Nein Kunst war und ist das nicht… wahre Kunst ist frei.. im innen und außen.. wahre Kunst macht frei.. im innen und außen… wahre Kunst will weder gefallen noch bezahlt werden.. das ist für mich wahre Kunst. Und wenn ich mich denn Künstler schimpfen will.. muß ich diese meine Gedanken auch befolgen. Und wenn sich jemand Künstler nennt, sollte er vielleicht über den Begriff Kunst vorher mal richtig nachgedacht haben… wobei ich natürlich nur meine Wirklichkeit zu diesem Begriff erzählen kann. Musik, Malen, Schreiben und sonstiges ist nicht gleich Kunst, es ist Musik, Malen, Schreiben und sonstiges… Kunst kann es sein oder eben leider in den meisten Fällen nicht
LG, Meta

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Aussteiger angehend, Eigenbrödler, Weltverwandeler, Naturanbeter, fast Alleskönner.

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